Programm

Sep.

01–30

Revier Club
Hohlstrasse 18
8004 Zürich
info@revierclub.ch

Öffnungszeiten Do - So

Fundgrube: sarah.scherer@revierclub.ch

Do

24/09/15
Rouge

Anatol Gill
b2b Svenskj

17/09/15
Rouge

Guillaume
Delattre
b2b
Christian
Schiemann

Wir haben die Extase, die Dynamik des Tempos nie erfahren. In heutigen Zeiten gedenkt niemand in dieser Stadt Tempos gegen oben zu brechen. Niemand wagt – alles ist zu kahl kühl. Die Expression, Fehler oder Ausdruck gingen in der Musik sowie auf dem Dancefloor verloren. Ich frage mich, wie es dazu gekommen war, dass wir schnelle Stücke ab circa 130 verpönnen, haben wir Angst vor der primitiven Menschlichkeit – vor der Erweiterung? Ich höre immer wie schnell wir unterwegs sind, ich fühle, dass die Leute nichtmal wissen, was mit ihnen in diesen Zuständen passiert – ihr Unterbewusstsein aber; hin zum Menschen. Dies geht über logisch bewusste Prozesse, über gesellschaftliche/ umfeldnahe Konventionen. In diesem Zeitpunkt kopple ich diesen Verlust von Expression, Erweiterung, Rhythmik, Tanz und Menschlichkeit ans Tempo. Ich schaue in die Vergangenheit, sehe utopische Loslösungen oder Träume in riesigen Makrokosmen. Dilettantismus war der Konsens – Musik für alle von allen. Dilettantismus ist die einzige Sprache, welche eine universelle Akzessibilität hegt und fern ab von intellektuellen Perversionen zu jedem durchdringt. Der grossteils der heutigen Produktionen verfehlt diesen Dilettantismus; Es will was sein – was es nicht sein kann. Der Begriff Musiker hat den Dilletant abgelöst – Techno/House kann nur durch primitive Protagonisten entstehen/überleben.

10/09/15
Rouge

Serafin b2b
Seranthony

03/09/15
Rouge

Pablo Einzig
b2b Nicolaj

Fr

25/09/15
Bass Bude

Manon Deso-
lat
/ Don
Ramon/ Mar
Dean/ La Baaz

18/09/15
Five Bucks

König
Balt-
hasar/
Mike
Cloom

11/09/15
Coeur

Rainer Vinyl
Club
/ Marco
Trinkler/
Pete & Pete

04/09/15
Clubnacht

Evan Baggs Cabaret
Recordings, NY
/ Jamie
Shar/ Le Citadin

Evan Baggs ist ein aufstrebender DJ/Produzent aus NYC. Er hat nicht viel Releases, ausser einen prägnanten auf dem japanischem Label Cabaret Records, doch besticht er vorwiegend wegen seiner Diversität als DJ. Es ist eine Kombination aus House,Minimal,Garage und 2-Step – die sich sehr an Grundkomponenten von Jazz anlehnt. Treibende sehr wild programmierte Hi-Hats und geshuffelte Drums ziehen sich als markantester Punkt durch seine Sets, immer doch mit einer gewissen Leichtigkeit/Unbekümmertheit behaftet. Einer für die Zukunft, einer der progressive Ansätze erfüllen könnte – dieser Evan Baggs.

Sa

26/09/15
Wandervogel

Kyrill & Red-
ford/ Wander-
vogel/ Nicolas
Haehn & Luca
Gerosa/ Rie-
gel/ Julian
Melzer

19/09/15
Les Enfants Terribles

Viken Arman
Platon, Deli-
cieuse Paris
/
Seco/ Frau Hug

12/09/15
Kiki

Markus Kenel
Arche Musik/
Frau Hug/
The Toyboys

05/09/15
Sweet Daddy Dee

Gill & Gill/
Rumlaut/ Dejan

So

27/09/15
Spontan

Spontanes musizieren bis
in den Montag.

Ich störe, doch freue ich mich, dass ich als Avantgardist gelte. Wir Dilettanten haben begriffen, dass jeder unsere Kunst/Musik/Prozesse nachmachen kann/soll; Es keine elitären Strukturen im korrekten menschlichen Gesellschaftstrakt geben sollte. Jeder soll sich zu jeder Zeit bei einem anderen bedienen können. Eine gemeinsame Synergie (alles umfassende Information) würde entstehen, welche unsere Humanität ans Licht rücken würde. Sampling is not a crime. Man muss in sich schauen und erkennen, dass wir nur Kanäle sind, ein Geniebegriff nicht existiert und ein Konstrukt von gesellschaftlichen Machtverhältnissen ist. Machtverhältnisse entstehen im Fundament und arbeiten sich gegen oben, nicht umgekehrt. Der Mensch muss in seinen tiefsten Verankerungen von possessiven Elementen loslassen und sich gegen Material, Genie, Einzigartigkeit stellen. Referenzen sind kein Zwang, können doch als eine Huldigung einer gemeinsamen Kette dienen. Ein Informationsfluss der sich über mehrere Schichten verteilt und den Rezipienten erweitert. Die Mehrheit denkt, dass man ohne Referenzen kopiert, sonst bedient man sich – bezeichnend für eine tief verankerte gesellschaftliche Banalität. In der Essenz dreht sich das Leben um Repetition, Wiederholungen, daher auch Kopien – wenn man Selbstlosigkeit erreicht, erkennt man diese alles umfassenden Strukturen. Man teilt alles und übergibt es einem Konsens, einem uns noch nicht greifbaren wohlgesagt. Doch bleibt es der Mehrheit meiner Generation verwehrt, es bleibt eine avantgardistische Utopie.

13/09/15
Nacht im Club

Barbir b2b
John Lemon/
Dada/ Andreas
Ramos &
Schmerol